Meine erste Weltklasse Erfahrung

24.08.2010

In Sachen Weltklasse Meeting muss ich mich an dieser Stelle als Newcomer outen. Leichtathletik Meetings hatten bisher keine Priorität auf meiner persönlichen Veranstaltungsagenda. Zwar habe auch ich einige spannende Sommerabende vor dem Fernsehen noch in vager Erinnerung. Damals, als sich Sebastian Coe, Carl Lewis, Florence Griffith-Joyner, Ben Johnson, Edwin Moses, Evelyn Ashford und Javier Sotomayor in den Sportstadien austobten. Damals, als Markus Ryffel und Cornelia Bürki die Stars waren, für die ich meine Schul-Hausaufgaben liegen liess und meine Eltern um eine Verlängerung im Aufbleiben überredete. Das ist lange her. Seit vielen Jahren geht bei mir das Geschehen in den Leichtathletik Stadien fast gänzlich vorbei. Ein Wissensgap von über 30 Jahren ist heute Realität.

Am diesjährigen Weltklasse Meeting bot sich mir die Chance, live dabei zu sein. Als Compresso-Mitarbeitender ohne konkrete Aufgabe in der Organisation des Weltklasse Meetings fiel mir die Aufgabe zu, einige Kunden ins Letzigrund Stadion zu begleiten. Rückblickend eine schöne Aufgabe. Ich bin begeistert von dem, was ich vor Ort erleben durfte. Die Atmosphäre ist tatsächlich einmalig. Ich durfte auf der vordersten Reihe Platz nehmen und hautnah das Geschehen mit verfolgen.

Natürlich war ich kein echter Mehrwert für die Kunden, wenn es um die Vermittlung von Leichtathletik-Wissen geht. Im Gegenteil. Meine Sitznachbarn erwiesen sich als echte Kenner, und so konnte ich doch einige wichtige Informationen mitnehmen. Meine Sternstunde kam in dem Moment, als die Leistungen des Speakers gewürdigt wurde und ich mit Stolz darauf aufmerksam machen konnte, dass dieser aus dem Hause Compresso stammt. Das machte Eindruck, genauso wie mein Hinweis auf die mir bekannten ‚Offiziellen‘, die am Stadionrande für ein perfektes Gelingen der Abläufe sorgten. Und als ich dann noch in aller Bescheidenheit erwähnen durfte, dass die Schluss-zeremonie von unserer Agentur organisiert wurde, war ich dann definitiv unter den Leichtathletik Aficionados meiner Sitzbank akzeptiert. Die nächsten Jahre bin ich bestimmt wieder dabei. Und vielleicht darf ich sogar einmal im Stadion mithelfen.

Augustin Mettler

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